Vom 12. bis 20. Dezember durchwanderten und erfuhren wir die Wüste Lut

Ich war gemeinsam mit einer Gruppe von 12 Personen, geführt von Jerome Bloessner und fünf iranischen Guides, zehn Tage zu Fuß unterwegs. Als erste Gruppe lag es an uns, die Route und das Terrain zu erkunden. Alle TeilnehmerInnen waren erfahrene Wüstengeher. Das war gut, denn das Ungeplante hat uns an vielen Stellen bestimmt. Es hat unter anderem dazu geführt, dass wir nach fünf Tagen wesentliche Teilstrecken mit dem Auto zurücklegen mussten, da wir die Distanzen und vor allem die Beschaffenheit der Strecken anders nicht bewältigt hätten. Ich musste an einigen Stellen meine Komfortzone verlassen und habe extreme Erfahrungen zugelassen. Gleichzeitig bin ich wahrscheinlich die einzige Frau, die je in den Megadünen der Dasht-e Lut eine Fußzonenreflexmassage genossen hat und dazu iranischen Tee schlürfte. Die Begegnung mit der Dasht-e Lut war eine großartiges Erlebnis, ich fühle mich unglaublich bereichert und dankbar. Merci! wie die IranerInnen sagen.

Hier die drei Teile meines Berichts, zu finden auch unter Journeys – Wüstenwandern:
Teil 1: Magnitude meets Multitude 
Teil 2: Magnitude meets Multitude
Teil 3: Die Wüste lebt

 

Auf den Spuren von …

Alfons Gabriel, ein österreichischer Arzt, hat gemeinsam mit seiner Frau, Agnes Gabriel-Kummer, auf einer großen Persienreise die Wüste Lut durchquert. Ihre zum Teil selbst finanzierte Mission war die freie Forschung und dabei “einzudringen in noch übriggebliebene, unbekannte Räume und ihren Rätseln nachzugehen.” In ihrem wunderbaren Buch: Durch Persiens Wüsten, beschreiben sie ihre Erlebnisse und Entdeckungen, die aktuell anmuten:

“Dabei wollten wir den Zauber einer Welt aufnehmen, die mehr und mehr eingeschnürt wird von den Strömen des heutigen, alles umspannenden westlichen Lebens, die versinkt und hoffnungslos dahin schwindet.”

Alfons Gabriel und die Forschungsreisen gemeinsam mit seiner Frau sind im heutigen Iran im Gegensatz zu Österreich sehr bekannt. Sein Name steht für die ersten Entdeckungsreisen in die großen persischen Wüsten, die ihn nachweislich in den Bann gezogen haben.

“Eine eigene Anziehungskraft haben diese Wüsten, und mächtig sind die Eindrücke, die von den leblosen, menschlichen Maßstäben spottenden Gebieten auf Schauen und Denken ausgehen. Sternhaft einsam ist die Welt, die wir gesucht haben, ohne Regung, losgelöst von allem Irdischen, jenseits von Leben und Tod.”

Alfons Gabriel (1935), Durch Persiens Wüsten

Eintauchen in die Dasht-e Lut (Kurzfilm)

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